Schloss Drachenburg 
 

Die Restaurierung des Leinwandgemäldes im Speisesaal



Eine weitere große Herausforderung bestand in der Restaurierung des großformatigen Bildes »Höhepunkt der Jagd« im Speisesaal von Schloss Drachenburg (Ferdinand Wagner, 1884). Umfangreiche Ergänzungen verlorener Partien aus den 70er Jahren, stark verfälschende Übermalungen und deutlich vergilbte Firnisse hatten zusammen mit weiteren Schäden an Bildträger und Malschicht einen optisch unbefriedigenden Zustand hinterlassen. Gefährdete Malschichten wurden gefestigt, Übermalungen und Firnisse abgenommen. Im Ergebnis ist heute die Trennlinie zwischen der noch erhaltenen Malerei des 19. Jahrhunderts und den Ergänzungen der 70er Jahre klar erkennbar.

Die Konservierung und Restaurierung aller Leinwandbilder ist in einer Gesamtdokumentation im 2010 erschienenen Buch „Schloss Drachenburg – Historische Burgenromantik am Rhein“ (Deutscher Kunstverlag, Hrsg. Nordrhein-Westfalen-Stiftung) beschrieben.
 

Vorzustand "Höhepunkt der Jagd", Speisesaal Schloss Drachenburg

 

Zwischenzustand "Höhepunkt der Jagd", Speisesaal Schloss Drachenburg
Nach der Konservierung der Malschicht ist das Bild gereinigt, der Firnis und alle Übermalungen sind abgenommen. Die Trennlinie zwischen der erhaltenen ursprünglichen Malerei und den Ergänzungen aus den 1970er Jahren ist gut zu erkennen.

 

 

Endzustand "Höhepunkt der Jagd", Speisesaal Schloss Drachenburg
nach der Retusche und dem Auftrag eines neuen Firnis.
Die Unterschiede zwischen der erhaltenen originalen Malerei und den späteren Ergänzungen sind mit Bedacht nachvollziehbar geblieben, denn auch die zerstörung der Innenräume in Zeiten des leerstandes und der private Wiederaufbau der 70er Jahre sind Teil der Schlossgeschichte geworden.